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Rätselhafte Fabel
Was hat der Osterhase mit Ostern zu tun?

Im Christentum war Ostern einst der einzige Feiertag. Noch heute bilden die Tage von Gründonnerstag bis Ostersonntag den Höhepunkt des Kirchenjahrs, denn die Auferstehung Jesu spiegelt für Christen die Erlösung und Neuschöpfung wider. Der Brauch, Eier zu bemalen, ist sogar älter als das Christentum selbst – in China gehörte das Bemalen und Verschenken von Eiern schon vor über 5.000 Jahren zum Frühlingsbeginn.

Hase sitzt mit Rücken zum Betrachter auf Grasfläche, knabbert an Kleeblüte

Doch warum Eier und was hat ein Hase mit Ostern zu tun? Die genaue Herkunft bleibt umstritten, verbreitet ist jedoch die Assoziation, dass Hasen und Eier als Symbole für das Leben gelten – im Ei beginnt das Leben und der Hase ist ein Symbol für Fruchtbarkeit und Geburt – die Weibchen bekommen bis zu 20 Junge pro Wurf. Zudem ist der Hase ein Frühlingsbote und meist bei den ersten warmen Temperaturen und freundlichen Sonnenstrahlen in der Natur anzutreffen.

Weitere Geschichten, die zur Herkunft des Osterhasen kursieren:

  • Gläubige brachten den Hasen einst wie ein Osterlamm als Opfer dar.
  • Schweizer erzählten ihren Kindern das Märchen vom Osterhasen, weil die Kinder den Hühnern das Bemalen und Verstecken der Eier nicht zutrauten.
  • Traditionell backte man ein Ostergebäck in Form eines Lamms, dieses verformte sich und ähnelte anschließend einem Hasen.

Bei uns werden Eier seit ca. 800 Jahren zu Ostern bemalt und seit 300 Jahren hoppelt der Hase durch Oster-Geschichten (und als Schokolade durch die Supermärkte). Außerdem stehen nicht nur der Hase, sondern auch andere Tierarten im Mittelpunkt der Feiertage für das Färben und Verstecken der Eier: In Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen oder Schleswig-Holstein kommen Fuchs oder Hahn, in einigen Teilen der Schweiz bringt sie der Kuckuck, in Tirol legt die Osterhenne die Ostereier, und in Thüringen kommt der Storch. Wie dem auch sei: Eier und der Hase gehören an Ostern einfach mit dazu, genauso wie das Ende der Fasten- und Passionszeit. Deswegen heißt es nun: Guten Appetit!

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