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Luštica Bay
Montenegros neues Juwel an der Adria

Von glamouröser Marina über kulinarische Entdeckungen bis hin zu nachhaltigem Luxus – voller Sonne, Meer und Lifestyle am Adriastrand.

Zwischen glitzernder Adria und grünen Hügeln Montenegros liegt Luštica Bay – ein noch fast unentdecktes Paradies, das moderne Architektur, luxuriöse Unterkünfte und mediterrane Lebensfreude vereint. Für Familien, Entdecker und Genussmenschen gleichermaßen bietet der Küstenort alles, was einen unvergesslichen Sommerurlaub ausmacht: Sonne, Strand, Kultur, Green Luxury, und kulinarische Höhepunkte in perfekter Harmonie.

Montenegro? Das ist doch eines der Balkanländer, oder? Viel mehr wusste ich darüber eigentlich nicht. Unser Sohn war ziemlich spontan nach Neuseeland zum Austausch gereist, daher mussten auch wir unsere Sommerferien kurzfristig umplanen. Mit unserer Tochter und einer Freundin würde es im Auto recht kuschelig werden. Eine Freundin hatte uns interessanterweise Luštica Bay in Montenegro vorgeschlagen, und Google Maps zeigte 23 Stunden Fahrt – es würde sportlich werden… Nach ein paar Nächten Zwischenstopp am Wörthersee in Österreich ging es weiter über die Serpentinenstraßen, und dann zügig fast nur geradeaus auf überraschend modernen Autobahnen in Slowenien. Ab etwa der Hälfte von Kroatien wurde die Strecke einfach wunderschön: Bougainvilleen, Oleander und Palmen überall – es wirkte wie am Mittelmeer. Dieser Teil der Fahrt war schon Urlaub für die Seele. Wir kamen gegen Mitternacht in Luštica Bay an. Da das Hotel unserer Wahl, The Chedi, ausgebucht war, bekamen wir ein voll ausgestattetes Apartment in Luštica Bay und holten den Schlüssel am Hotelempfang ab. Das Apartment war relativ neu und modern, hatte zwei schöne Bäder (sehr praktisch – eigentlich ein Muss mit zwei 18-jährigen Mädels), zwei große Schlafzimmer, ein Gäste-WC, ein riesiges Wohnzimmer und einen Balkon.
Wir brachten das Gepäck hinein und packten erst einmal das Nötigste aus. Die Mädels wollten unbedingt noch kurz ins Wasser, während mein Mann und ich vom Balkon aus die wunderschön beleuchtete Marina bewunderten. Der Waldbrand am gegenüberliegenden Ufer loderte noch rötlich und verlieh der Szenerie etwas Mystisches – beim Schlüsselholen hatte man uns versichert, dass er unter Kontrolle sei. Kurz darauf waren die Mädchen wieder zurück, und wir fielen alle müde ins Bett.

Erster Morgen in Luštica Bay

Am nächsten Morgen gingen wir mit unserem Hund in der Marina frühstücken. In der Nacht hatte es heftig geregnet; der Rest des Waldbrands war dadurch vollständig erloschen. Nun fühlten wir uns fast wie in einem kleinen Mittelmeerdorf – mit dem Unterschied, dass hier alles picobello neu, sauber und tipptopp gepflegt war. Fast hatte ich das Gefühl, in einer Filmkulisse zu stehen.

Kulinarik & Lifestyle

Die Woche über betrieben wir regelrechtes Restaurant-Hopping und probierten fast alle Restaurants und Bistros in Luštica Bay. Kulinarisch wird man hier keinesfalls enttäuscht. Die Hafenpromenade bietet von morgens bis abends eine exklusive Kulisse – mit einer erfrischenden Meeresbrise und herrlichem Blick auf den Yachthafen.

Das Fünf-Sterne-Hotel The Chedi beeindruckte uns besonders: Die stilvolle Architektur wirkt zugleich behaglich und einladend, das Personal ist kompetent und ausgesprochen freundlich. Zudem setzt das Haus Maßstäbe in Sachen Umweltbewusstsein und verfolgt nachhaltige Praktiken. So ist das Chedi Luštica Bay Europas erstes Luxus-Hotel auf dem Weg zu Zero Waste, anerkannt von Zero Waste Europe / Mission Zero Academy. Trotz aller Nachhaltigkeit fehlt es an Luxus nicht – wer umweltschonend und zugleich luxuriös Urlaub machen möchte, ist hier genau richtig.

Beim Abendessen überzeugte uns das neue Restaurant von The Chedi, The Japanese, mit stimmungsvoll und authentisch eingerichteten Räumen sowie äußerst nettem, jungem Personal. Wir sind eingefleischte Sushi-Liebhaber, und sogar für die Vegetarierinnen unter uns blieb kein Wunsch offen. Um die Tempura-Shrimps mit Avocado haben wir am Tisch regelrecht gekämpft – bevor der knusprige grüne Spargel mit Trüffel-Ponzu-Mayonnaise serviert wurde.

Das absolute Highlight für uns war jedoch The Spot – dort gingen wir sogar zweimal frühstücken. Auf der luftigen Terrasse, begleitet von angenehmer Musik, frischer Meerluft und einem beeindruckenden Menü, blieben keine Wünsche offen. Wir probierten das Frühstücksmenü rauf und runter, vom Früchteteller bis hin zum Eiweiß-Omelett mit Matcha-Tee.

Nach dem Frühstück stand Entspannung am Strand auf dem Programm. Während ich in meinem Roman versank und mein Mann gelassen neben mir auf der Liege schlief, genossen die Mädels das Schwimmen – und arbeiteten am perfekten Teint. Das Wasser der Adria glitzerte kristallklar in der Sonne, und jeder Sprung ins Meer fühlte sich an wie ein Neustart.

Einige Stunden Sonne und salzige Brise später zog es uns in die Rok Beach Bar. Dank des spektakulären Blicks auf das offene Meer und der erfrischenden Brise verwandelte sich der Lunch auf der Terrasse wie von selbst in ein kleines Abendessen. Nach den leichten Salaten konnten wir der Versuchung doch nicht widerstehen und bestellten noch eine knusprige Pizza – der köstliche Duft vom Nachbartisch war einfach unwiderstehlich.

Boka-Bay-Tour: Geschichte und Kultur erleben

Am vierten Tag stand eine Boka-Bay-Tour mit Boot, Skipper und Guide auf dem Programm. Endziel war Kotor – eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte an der Adria, die 1979 von der UNESCO zum Welterbe erklärt wurde. Geschützt ist dabei nicht nur die Altstadt, sondern die gesamte Region, einschließlich der Stadtmauern und der Bucht.

Erster Zwischenstopp: Mamula Island by Banyan Tree. Auf einer kleinen Insel am Eingang der Bucht von Kotor erhebt sich eine beeindruckend gut erhaltene Festung aus der österreichisch-ungarischen Zeit. Einst strategischer Außenposten und später während des Zweiten Weltkriegs von italienischen Faschisten als Gefängnis genutzt, trägt der Ort eine bewegte Geschichte in seinen Mauern. Heute wurde das geschichtsträchtige Bauwerk in ein luxuriöses Hideaway verwandelt – ein exklusives Resort, das Privatsphäre, Ruhe und architektonische Eleganz vereint. Zwischen Naturstein, Meer und minimalistischem Design entfaltet sich eine Atmosphäre zeitloser Raffinesse; ein kleines Museum erinnert dezent an die Vergangenheit dieses außergewöhnlichen Ortes.

Getreu dem Banyan-Tree-Konzept verbindet Mamula Island Nachhaltigkeit mit purer Exklusivität. Die luxuriösen Zimmer und Suiten vereinen dänisches Gubi-Design, lokale und ägyptische Objekte sowie Naturmaterialien wie Leinen, Holz und Stein – und schaffen so eine warme, „hygge“-artige Atmosphäre direkt an der Adria.

Mamula Island

Der nächste Halt war die Insel Lady of the Rocks, auf der eine Kirche steht, die der Jungfrau Maria gewidmet ist. Sie entstand nicht auf natürlichem Weg, sondern wurde über Jahrhunderte von Seefahrern geschaffen, die Steine und Schiffswracks aufeinanderstapelten. Die Kirche birgt eine faszinierende Geschichte, die man im kleinen Museum im Inneren nachvollziehen kann. Die Legende von Insel und Kirche ist bis heute eng mit dem Leben, den Traditionen und der Kultur der Menschen in der Boka Bay verbunden.

Lady of the Rocks liegt direkt vor Perast, einer der schönsten und am besten erhaltenen barocken Städte an der Adriaküste. Berühmt ist Perast für seine barocken Paläste, Kirchen und die engen venezianischen Gassen. Aufgrund ihrer Lage an der Bucht war die Stadt früher von großer militärischer Bedeutung und beherbergte mehrere Befestigungsanlagen.

Unser Guide und Skipper führten uns noch zu einem der ehemaligen U-Boot-Schächte, die im Kalten Krieg in die Felsen gebaut wurden, um U-Boote zu schützen. Heute sind sie für Touristen ein spannendes Abenteuer – oft mit James-Bond-Atmosphäre à la Dr. No untermalt.
Unser letzter Stopp, Kotor, lag nur etwa 20 Minuten Bootsfahrt von Perast entfernt. Unser sehr fähiger, geschichts- und ortskundiger Guide hatte zu allem eine interessante Anekdote parat. Auf Deutsch erzählte er uns Jahrhunderte alte Geschichten über Kriege, Legenden, Glauben, Traditionen – und auch Skurriles. So berichtete er etwa vom „Dinar-Chaos“ Ende 1999: Hyperinflation, Misstrauen in die eigene Währung und die dringende Suche nach etwas Solidem im Portemonnaie.

Die Regierung erhielt angeblich ein Ultimatum von gerade einmal 30 Minuten, um sich zu entscheiden: US-Dollar oder Deutsche Mark? Der Dollar war weit weg, die D-Mark dagegen schon fast ein heimlicher Star in den Taschen vieler Montenegriner – stabil, europäisch und mit dem Image deutscher Zuverlässigkeit. Also fiel die Wahl schnell auf die D-Mark. Als 2002 dann die D-Mark durch den Euro ersetzt wurde, blieb Montenegro einfach dabei. Kein Beitrittsvertrag, keine langen Verhandlungen – schlicht: „Danke, wir zahlen jetzt in Euro.“

Bis heute kannst du im Café einen „Deutsch“ bestellen – dojč kafa, einen verlängerten Espresso mit Milch. Der Name stammt aus den 90ern, als dieses Getränk exakt eine Deutsche Mark kostete. Endlich einmal ein Tourguide, der nicht nur den Standardtext herunterrattert, sondern mit Enthusiasmus, Herz und Begeisterung die eigene Geschichte und Traditionen vermittelt – ohne auch nur einen Hauch langweilig zu wirken.

In der Altstadt von Kotor ging unsere Boka-Bay-Tour schließlich mit der langsam untergehenden Sonne zu Ende. Die Altstadt ist überschaubar klein und bietet dennoch eine wahre „Kirchensammlung“. In anderthalb Stunden führte uns unser Guide mit seinen lebendigen Erzählungen durch die verschiedenen Kirchen, die Stadtmauer und die Geschichte von Kotor. Zum Abschluss gab er uns noch ein paar Tipps für die restlichen Tage in Luštica Bay, bevor wir uns herzlich von ihm verabschiedeten.

Erholung & Strandtage

Den nächsten Tag widmeten wir ganz der Erholung. Wir nahmen das Shuttle-Boot von der Marina zu einem der Beach Clubs in Luštica Bay und entschieden uns für den Almara Beach Club, um ein wenig Ibiza-Feeling zu genießen – mit Sonne, Lounge-Musik und leckeren Cocktails zum späten Lunch. Die langsam untergehende Sonne verabschiedeten wir schließlich auf der luftigen Restaurantterrasse, mit herrlichem Blick auf das glitzernde Wasser.

Golfplatz mit Panoramablick

Am darauffolgenden Tag hatte sich die Sonne vormittags zurückgezogen, und wir entschieden spontan, den Bustransfer von The Chedi zum Golfplatz zu nutzen, um uns den einzigen Golfplatz der Welt anzusehen, bei dem man künftig von jedem Loch aus Meerblick haben wird. Momentan sind drei Löcher fertig, am Ende sollen es 18 sein. Auch wenn man selbst kein Golfspieler ist, beeindruckt der Panoramablick – auf der einen Seite die Berge, auf der anderen das Meer. Von der Terrasse des ersten von zwei Clubhäusern lässt sich dieses majestätische Panorama besonders eindrucksvoll genießen. Selbst bei verdeckter Sonne und tiefhängenden Wolken, die fast zum Greifen nah scheinen, fühlt man sich ehrfürchtig vor dieser Naturkulisse.

The Central – Urbanes Boutique-Hotel

An unserem letzten Tag durften wir einen Blick in das neu eröffnete Hotel The Central werfen – ein junges City-Hotel direkt an der Piazza, wo man abends mitten im Leben beim Abendessen oder bei einem kühlen Getränk das bunte Treiben im neuen Herzen von Luštica Bay beobachten oder Sportereignisse auf der riesigen Leinwand verfolgen kann. Das gesamte Hotel ist großzügig im Industrie-Stil gestaltet, gemütlich, mit hochwertigen Materialien, Designmöbeln und antiken montenegrinischen Flohmarkt-Fundstücken gekonnt kombiniert.

Der offene Empfangsbereich beeindruckt mit einem großen Bartresen, einem imposanten offenen Kamin sowie Tischen und Sitzplätzen an den Seiten. Durch die großen Industrie-Fenster fällt der Blick frei auf die Piazza und die Restaurant-Pergola. The Central hat einen klaren Boutique-Hotel-Charakter – perfekt für alle, die gerne urban reisen.

Das wahre Highlight ist jedoch das Restaurant mit seinem Küchenchef. Der junge Mann, der aussieht, als sei er gerade erst den Teenagerjahren entwachsen, erzählte uns mit ansteckender Begeisterung und voller Überzeugung von seinem kulinarischen Konzept. Selten habe ich jemanden erlebt, der mit so viel Stolz und Leidenschaft über seine Arbeit spricht.

Über dem Tresen der Showküche hängt eine Vitrine von der Decke, in der mehrere große Glasbehälter mit eigenen Fermenten stehen: selbstgemachtes Kimchi, eingelegte Früchte, Essig und vieles mehr. Die Produkte stammen von Bauern aus der Region, Kräuter wachsen im hauseigenen Garten, Pasta wird frisch hergestellt und Soßen ohne jegliche Bindemittel tagelang eingekocht und reduziert – und das schmeckt man! Mit köstlichem Wein und traumhaftem Essen, stark inspiriert von der traditionellen montenegrinischen Küche, waren auch unsere Vegetarierinnen wunschlos glücklich.

Samih Sawiris – Visionär des nachhaltigen Luxus

Samih Sawiris
Samih Sawiris

In seiner Heimat begann alles: Hier entwickelte Samih Sawiris, Gründer der Orascom Development Holding, die Idee von Ferienorten, die Luxus neu definieren – Resorts, in denen kein Wunsch offenbleibt und die dennoch von Anfang an nachhaltig gedacht sind. Schon früh setzte er Maßstäbe: In The Chedi El Gouna führte er farbcodierte Amphoren zur Mülltrennung ein – ein Konzept, von dem viele Ägypter damals noch nie gehört hatten – und bewies, dass Luxus und Umweltbewusstsein Hand in Hand gehen können.

Seine Vision erstreckt sich über Kontinente. In Ägypten schuf er El Gouna, ein integriertes Refugium mit 18 Hotels, 2 Golfplätzen, 4 Yachthäfen, über 200 Restaurants, Bars, Cafés und Shops sowie einer Vielzahl an Sport- und Kulturangeboten. El Gouna vereint Komfort, Design und Nachhaltigkeit. Dem Konzept des Flaggschiffs folgend entstanden im Oman zwei Destinationen: Jebel Sifah (rund 40 Autominuten von Muskat entfernt) sowie Hawanna Salalah im Süden Omans am Indischen Ozean. Beide Destinationen sind Rückzugsorte auf gehobenem Niveau mit besonderem Flair und vielfältigen Exkursionsmöglichkeiten, die dieses atemberaubende Land und seine warmherzigen Menschen zu bieten haben.

Neben der zur Orascom Development gehörenden Destination Andermatt Reuss in der Schweiz setzte Sawiris seine Vision in Europa mit Luštica Bay in Montenegro fort: ein mediterranes Hafenresort, das elegante Villen, Boutique-Hotels, exklusive Gastronomie und vielfältige Freizeitangebote harmonisch entlang einer makellosen Marina vereint – durchdacht, nachhaltig und visionär umgesetzt.

Sawiris’ Projekte sind mehr als Ferienorte: Es sind sorgfältig geplante Gemeinschaften, in denen Exklusivität, Natur und Umweltbewusstsein verschmelzen. Mit unermüdlicher Innovationskraft gestaltet er Resorts, die nicht nur luxuriös, sondern auch zukunftsweisend sind – Orte, an denen Erholung, Design und Verantwortung eine Symbiose eingehen. Resorts, in denen sich einheimische Gäste und Investoren ebenso wohlfühlen wie internationales Publikum, das hier sein Feriendomizil oder zweites Zuhause gefunden hat.

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