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Die Welt schaut auf.
Macht, Mensch, Merkel

Vielerorts politisch totgesagt, erfährt die Bundeskanzlerin ein internationales Comeback. Ihr Krisenmanagement der Pandemie verschafft ihr im In- und Ausland allerhöchstes Ansehen. Eine Bestandsaufnahme.

Schon vor langer Zeit schoben politische Beobachter die Bundeskanzlerin Angela Merkel auf ein Abstellgleis. Sie galt als geschwächt und ihre politische Halbwertzeit wurde als kalkulierbar eingeschätzt. Kritiker begannen ihre Tage zu zählen und selbst Merkels Vertraute in der Fraktion spekulierten schon vor einigen Jahren mit ihrem Rückzug. Aber so kam es nicht! Sie ist voll da und präsenter denn je! Zuverlässig, zielstrebig, unaufhaltsam und verlässlich.

Angela Merkel
Foto: Alexandros Michailidis / Shutterstock.com

International wirdMerkel gefeiert,wie seit Jahrennicht mehr.

Lebendigkeit in ihren Aussagen, aber eine ruhige, nüchterne und verständliche Sprache, die Vertrauen und Führungsstil ausstrahlt - diese Eigenschaften werden Angela Merkel nachgesagt. Die Zufriedenheit der Bevölkerung mit der jetzigen Regierung und ihren Corona-Maßnahmen nimmt rapide zu. Der ein oder andere wünschte sich sogar, Angela Merkel solle doch noch einmal als Bundeskanzlerin für vier weitere Jahre nach 2021 antreten.

Es kommt auf jeden an.Niemand ist verzichtbar,alle zählen.
Es braucht unseraller Anstrengung.

Was hat Merkelrichtig gemacht,dass die Weltauf sie schaut?

Neuseeland, Israel, England, Argentinien, USA und Tansania. Weltweite Aufmerksamkeit für Deutschland.

  • New Zealand Herald „Deutschlands Führung glänzt in der Krise“
  • „Die Medien hier in Israel“, sagt Amichai Stein, „sehen sie als eine der stärksten Führungspersönlichkeiten weltweit“. Stein ist diplomatischer Korrespondent bei kan, dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen in Israel.
  • In einem Bericht der britischen Zeitung The Guardian wurde geschrieben: „Das schnelle Handeln, etwa mit umfangreichen Tests von Anfang an, zahlreiche Intensivpflegebetten und die direkte Ansprache Merkels, das Virus ernst zu nehmen, hätten dazu geführt, dass Deutschland besser als viele andere Länder Europas durch die Corona-Krise gekommen ist“.
  • „Die 65-jährige promovierte Physikerin gehöre unter den Politikern weltweit zu den ganz wenigen, die nicht sich retteten, sondern führen.“ Weiter: „Sie kommuniziert mit wissenschaftlicher Strenge. Sie vermittelt Ruhe. Sie entwaffnet die Hysterie. Mit Nüchternheit und Entschlossenheit der politischen Führung, indem man versucht, die Probleme zu lösen, und nicht versucht, aus den Problemen politischen Nutzen zu ziehen“. So beschrieb ein Kommentator aus Lateinamerika in Clarin, der meistgelesenen Tageszeitung Argentiniens eine Frau, die sich auch nach 15 Jahren an der Spitze einer Großmacht „wie ein normaler Mensch“ verhalte: „Eine echte Führungspersönlichkeit“, so das Fazit des Kommentators aus Argentinien.
  • „Seit Wochen setzt die deutsche Regierungschefin ihre charakteristische Rationalität, gepaart mit einer untypischen Sentimentalität ein“, heißt es in einem langen The Atlantic-Beitrag in der liberalen amerikanischen Zeitschrift. Aus London, wo es ähnliche, nicht ganz so innige Berichte gibt, stellen Journalisten in fast jeder Pressekonferenz der Regierung dieselbe Frage, warum man sich nicht nach dem Beispiel von der Krisen-Managerin Angela Merkel ausrichte. Und selbst das erfolgreichste Wirtschaftsmagazin Forbes aus New Jersey titelte Angela Merkel als „Die mächtigste Frau der Welt“. Diese journalistische  Bewertung aus Amerika deckt sich mit Zeitungskommentaren weltweit, politischen Einschätzungen oder Stimmen in den sozialen Medien.
  • Der in Tansania geborene Philbert Kyenshambi twitterte, die deutsche Regierungschefin habe „im Kampf gegen Corona die Zeichen der Zeit erkannt“ und Alistide Elias Byamungu schrieb: „Congratulations, Chancellor Angela Merkel!“
Die „Merkelraute“ als Zeichnung

Merkel, dieKrisen-Kanzlerin

Seit dem 22. November 2005 ist Angela Merkel unsere Kanzlerin und managt seitdem Krise um Krise.

  • 2008 – Die Finanzkrise.
  • 2011 – Die Diskussion um den Atomausstieg nach Fukushima.
  • 2014 – Die Annexion der Krim durch Russland.
  • 2015 – Die Welle an Geflüchteten.
  • 2020 – Die Corona-Krise.

Sie glauben doch nicht,dass es mir als Politikerinleicht fällt, mitanderen gemeinsam soetwas anordnen zu müssen.Das ist doch etwas, waswir uns lieber ersparthätten, aber was dieUmstände einfach anfordern.

Die Corona-Krise könnte Merkel auch deshalb besonders gut liegen, weil sie als Diplomphysikerin mit Promotion über einen naturwissenschaftlichen Hintergrund verfügt. „Sie nutze ihr Fachwissen, um fundiert über das Virus zu sprechen“, schreibt ein Stiftungsmitglied des German Marshall Fund of the United States. „Dabei habe sie aber nicht die Bedeutung für die Demokratie aus den Augen gelassen. Schließlich war und ist es ein Balanceakt, gesundheitliche Sicherheitsmaßnamen zu verabschieden und demokratische Freiheiten aufrechtzuhalten.“ so die unabhängige Stiftung, welche sich der Förderung der transatlantischen Beziehungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft widmet.

Das, was anderenStaatlenkern einStück weit fehlt,

ist unsererBundeskanzleringegeben:

Der wissenschaftlicheBlick auf diesePandemie.

Sie findet die passenden Worte und den richtigen Ton.

Angela Merkel ist souverän. Sie ist niemand, der sich durch verschnörkelte Rhetorik oder verbale Angriffe Gehör verschafft und sie ist bestimmt nicht arglistig. Im Gegenteil: Sie äußert sich lieber einmal zu wenig als einmal zu oft. Umgekehrt bedeutet das: Wenn Angela Merkel etwas zu sagen hat, dann hört man ihr zu – auch und gerade in einer Krise wie dieser. „Wir werden auf eine Bewährungsprobe gestellt, wie es sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht gab“, sagte sie in ihrer Regierungserklärung.

So hat die promovierte Naturwissenschaftlerin allen unmissverständlich den Ernst der Lage klar gemacht. Man bekommt den Eindruck, dass sie sich - wie alle Wissenschaftler - auf Forschung und Fakten verlässt, bevor eine Entscheidung gefällt wird. Sie argumentiert analytisch, handelt rational und vermittelt Verlässlichkeit und Weitblick. „Selten war es so wichtig, zusammenzuhalten und sich zusammenzureißen.“ Sie sagte dies mit einer Gelassenheit, aber Bestimmtheit, die nicht zwei Meinungen zulässt.

Wir waren bisher überwiegend diszipliniert. Und dennoch: „Wir leben nicht in der Endphase der Pandemie, sondern immer noch an ihrem Anfang“, sagte sie vor laufender Kamera. Deswegen sei eine verfrühte Rückkehr zur Normalität fatal: „Lassen sie uns jetzt das Erreichte nicht verspielen und einen Rückschlag riskieren. Es wäre jammerschade, wenn uns die voreilige Hoffnung am Ende bestraft.“

Merkel sieht nichtdie kurzfristigen Effekte,sondern erkennt denlangen Atem, den wirbrauchen werden.

Ihre kompetente mediale Präsenz aufgrund der Corona-Pandemie sorgte dafür, dass Angela Merkel beim jüngsten ARD-„Deutschlandtrend“ den besten Zufriedenheitswert seit 2017 erreichte. Für die Kanzlerin gebe es viel Aufmerksamkeit in Deutschland. Und angesichts dieser Krise gelte dieser Blick Merkels als Führungsgestalt, „die den Menschen die Situation verständlich machen und den Menschen deutlich erklären kann“.

Es wäre ganz schlecht,wir würden zuschnell voranschreiten,um dann wieder alleszurücknehmen zu müssendas versuchen wirzu vermeiden.

Merkel wird über dieLändergrenzen hinweg

sozusagen als eine ArtWunderwaffe gefeiert

Die Begriffe „Entschlossen, ruhig, machtvoll“ und „Wir schaffen das!“, Zeichnung von Angela Merkel im Hintergrund

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