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Hotel Breitenburg
Ankommen. Abschalten. Sich zu Hause fühlen.

Inmitten unberührter Natur, vis-à-vis des Golfplatzes, liegt das exklusive Hotel Breitenburg. Hotelbetreiber sind Sven Sausmikat und Moritz Graf zu Rantzau. Mit dem Diplomkaufmann sprachen wir über Fleiß und Familie, Talent und Tugend, Nachwuchs und Nachhaltigkeit und die Frage: Was macht gute Gastgeber so besonders?

Hotel Breitenburg

Graf zu Rantzau, was erwarten Sie persönlich als Gast von einem Hotel?

Moritz Graf zu Rantzau Dass meine Ansprüche und Wünsche, mit denen ich angereist bin, erfüllt werden. Verlebe ich mit meiner Frau einen Wellnessurlaub, dann möchte ich diesen in einer entspannten und ruhigen Atmosphäre genießen. Bin ich zu einer Tagung, dann erwarte ich professionelle Rahmenbedingungen wie modern ausgestattete Tagungsräume, ein funktionierendes WLAN und einen flexiblen Service. Richte ich ein Fest aus, sollen HotelmitarbeiterInnen mit aufmerksamem Auge, umsichtigem und wertschätzendem Handeln dafür Sorge tragen, dass dieses zu einem unvergesslichen Erlebnis wird. Kurzum: Ich erwarte, dass sich das Team mit dem Hotel identifiziert und persönlich alles tut, dass ich mich als Gast wie zu Hause fühle – wie ein Mitglied der Familie. So wie wir es hier im Hotel Breitenburg leben.

Moritz Graf zu Rantzau

Das Hotel haben Sie im November 2021 eröffnet. Wie kam es dazu?

Moritz Graf zu Rantzau Die Landwirtschaft war viele Jahrzehnte die Haupteinnahmequelle unserer Familie. Auch meine Eltern lebten noch von der aktiven Agrarwirtschaft. Vor 30 Jahren entschieden sie sich, unweit unseres Familiensitzes, dem Schloss Breitenburg, eine 27-Loch-Golfanlage zu errichten. Schon damals überlegten sie, die Dachböden des wenige Meter vom Golfplatz entfernten Gutes Osterholz zu kleinen Apartments umzubauen. Denn ein Erhalt dieser schönen Gutsanlage war nur durch Nutzung möglich. Der Gedanke, neben der Golfanlage ein Hotel zu errichten, ist dann über Jahre gereift. Entstanden ist nun ein Hotel, das es so im Kreis Steinburg nicht gibt. Das Konzept zeigt: Unsere Familie zeichnet eben auch aus, dass wir auf aktuelle Entwicklungen eingehen und uns verändern können. Sonst gäbe es weder Golfanlage noch Hotel.

Wir sitzen hier in der Lobby des Hotels. Mein Blick fällt sofort auf das Wappen der Familie zu Rantzau über dem Kamin, deren Geschichte bis ins 15. Jahrhundert reicht.

Moritz Graf zu Rantzau Das benachbarte Schloss Breitenburg ist der Stammsitz der Familie zu Rantzau. Sie war im 16. und 17. Jahrhundert Statthalter der dänischen Könige. Wir sind in Schleswig-Holstein seit über 500 Jahren verwurzelt.

Mit dem Hotel möchten Sie Tradition und Moderne verbinden. Erzählen Sie davon.

Moritz Graf zu Rantzau Die ehemaligen Stallungen des gräflichen Gutshofes Gut Osterholz wurden aufwendig umgebaut, um hier das Hotel mit 80 Zimmern auf gehobenem Niveau entstehen lassen zu können. Als Ensemble-Denkmal blieben die Außenmauern der Stallungen erhalten. Der Rest des Hotels wurde komplett neu gebaut. Dadurch ist ein interessantes Zusammenspiel zwischen Tradition und Moderne entstanden.

Und wen möchten Sie ansprechen?

Moritz Graf zu Rantzau Wir möchten für unser Hotel und unsere Angebote unterschiedliche Zielgruppen erreichen. Das sind z.B. Erholungssuchende, die zu Fuß oder per Rad die wunderbare Natur um uns herum erkunden wollen. Wir heißen GolferInnen herzlich willkommen. Gäste, die sich eine kleine Auszeit gönnen und in unserem großzügigen Wellnessbereich ausspannen und entspannen können. Darüber hinaus bieten wir die passenden Räumlichkeiten samt herzlichem, flexiblem und kompetentem Service für Tagungen und Events bis zu 250 Personen.

Wie leben Sie das Besondere?

Moritz Graf zu Rantzau Wir bringen den Service zum Gast. Und sind dabei auf die Qualität unserer 60 MitarbeiterInnen angewiesen. Sie alle haben ein gutes Auge dafür, umsichtigen Service zu leben und kontinuierlich zu verbessern. Um das sicherzustellen, bin ich mit meinen AbteilungsleiterInnen und dem gesamten Team in ständigem Austausch. Und regelmäßig selbst im Hotel unterwegs, um aktiv den Austausch mit unseren Gästen zu suchen. Und zu fragen: Wie zufrieden sind Sie? Welches Angebot gefällt Ihnen besonders? Und was können wir verbessern?  Unser Hotel gibt es nun seit einem Jahr und ich freue mich, bereits die ersten Stammgäste begrüßen zu dürfen.

Die kalte Jahreszeit beginnt. Eine Zeit, in der Ihr großzügiger Wellnessbereich wärmende Momente schenkt.

Moritz Graf zu Rantzau Der Wellnessbereich ist das Herzstück unseres Hotels. Ich kenne viele Wellnessbereiche anderer guter Hotels. Diese sind oft im Kellerbereich angesiedelt mit eher unnatürlichem Licht. Unsere großen Panoramascheiben bieten einen faszinierenden Blick über den Breitenburger Kanal in die unberührte Natur und über den Golfplatz. Mit entspannenden Momenten auf unseren Liegen in einem der vier Ruheräume, bei einem Glas Tee und kleinen Köstlichkeiten von unserer Vital-Bar. Nach einer wohltuenden Kosmetikbehandlung, intensiven Massage, einem Besuch im Hamam oder ausgedehntem Saunagang mit anschließender Erfrischung im Infinity Pool. Dieser lässt sich durch die beweglichen Panoramascheiben je nach Witterung vom Innen- zum Außenpool verwandeln.  

Im Restaurant Johann, benannt nach Ihrem Vorfahren, dem im 15. Jahrhundert lebenden Feldherrn Johann Rantzau, setzen Sie auf Regionalität.

Moritz Graf zu Rantzau Genau. Wir legen Wert auf hochwertige Produkte aus der Region und möchten unsere Gäste mit saisonal wechselnden und schmackhaften Gerichten verwöhnen. Das Obst und Gemüse beispielsweise beziehen wir aus dem Alten Land. Die Breitenburger Milchzentrale beliefert uns mit Milch- und Käsespezialitäten. Ein befreundeter Fischer versorgt uns mit frischem Fisch. Die Fleischwaren erhalten wir von unserem regionalen Partner, dem Hof Ostermühlen. Er setzt auf artgerechte Tierhaltung und züchtet eigene Rinder, die wir im Ganzen kaufen und zu 100 Prozent verarbeiten.

Wie gehen Sie auf Vegetarier und Veganer ein?

Moritz Graf zu Rantzau Selbstverständlich offeriert unser Küchenchef köstliche vegane und vegetarische Gerichte. Auch für mögliche Allergien und Unverträglichkeiten ist unser Servicepersonal sensibilisiert. Hier halten wir vor jeder gebuchten Veranstaltung Rücksprache und sprechen unsere Gäste auch beim Check-In gezielt darauf an.   

Wie nachhaltig ist Ihre Nachwuchsförderung?

Moritz Graf zu Rantzau Zum  1. August des Jahres haben wir elf Auszubildende für die Berufe Kaufmann/-frau für Hotelmanagement, Koch/Köchin, Hotelfachmann/-frau sowie Fachmann/-frau für Restaurants und Veranstaltungsservice eingestellt. Der überwiegende Teil stammt aus der direkten Nachbarschaft. Einige von ihnen haben mit der Ausbildung bei uns begonnen, andere sind von externen Betrieben zu uns gewechselt. Den betrieblichen Teil der Ausbildung ergänzen wir durch interne Fort- und Weiterbildungen. Zu Beginn des Ausbildungsjahres hat sich die Geschäftsführung eine Woche Zeit genommen, um den Auszubildenden die Grundlagen und Abläufe im Hotel nahezubringen. So lernen diese früh, Verantwortung zu übernehmen. Für uns ist die Ausbildung neuer Fachkräfte eine wichtige Säule für die Zukunft des Hotels. Deshalb bieten wir unseren Auszubildenden die Möglichkeit, sie nach erfolgreicher Prüfung zu übernehmen.

Wie profitieren Sie mit Ihrem Hotel von der Nähe zu Hamburg?

Moritz Graf zu Rantzau Sie erreichen uns über die A23 in rund 45 Minuten.  Sobald Sie für die letzten Kilometer die Autobahn verlassen, beginnt bereits die Erholungsphase. Durch die Nähe zu Hamburg ist unser Hotel gerade für kurze Entspannungstrips oder Auszeiten sehr gut geeignet. Wir leben hier ein entschleunigtes Leben. Ich denke, dass immer mehr Großstädter wirklich genau diese Oase suchen, wie wir sie bieten.

Ihre Gäste reisen mittlerweile nicht nur aus dem gesamten Bundesgebiet an, sondern auch aus angrenzenden Ländern wie Österreich und der Schweiz. Sehr viele dänische Gäste haben Ihr Hotel entdeckt.

Moritz Graf zu Rantzau Wir haben schon von Anfang an großen Wert auf die dänischen Gäste gelegt, da wir wussten, dass wir für Gäste aus Dänemark sehr gut zu erreichen sind. Wir haben teilweise dänisch sprechende Mitarbeiter, was immer gut ankommt. Gleichzeitig kennen viele Dänen Breitenburg, da wir Rantzau viele Jahrzehnte Statthalter der dänischen Könige im Herzogtum Holstein gewesen sind. Das wissen viele Dänen aus den Geschichtsbüchern. Der eine oder die andere möchte dann den Besuch mit einer Besichtigung des Schlosses verbinden. Das versuche ich gern einzurichten – wenn es passt, da unsere Familie dort ja auch wohnt.

Mit welcher Philosophie gehen Sie durchs Leben?

Moritz Graf zu Rantzau Sich benehmen, ehrlich, wertschätzend und umsichtig zu sein – mit diesen Tugenden bin ich erzogen worden. Fleiß schlägt Talent – so habe ich mit Disziplin Golfspielen gelernt, das ich noch heute begeistert ausübe.
Ich möchte mich jeden Abend im Spiegel anschauen können und sagen: Ich habe mich heute so verhalten, wie ich es für mich selber erwarte. Was ich noch von meinen Eltern gelernt habe, ist Rücksicht auf die ältere Generation zu nehmen. Mein Großvater war der Älteste von sieben Geschwistern.
Ich erinnere mich noch gut an die Geburtstage, zu denen sich oft vier Generationen am Stammsitz im Schloss Breitenburg trafen. Das waren wunderbare gesellige Stunden inmitten der Familie. Meine Großmutter ist im Krieg aus Ostpreußen geflohen. Sie hatte alles verloren. Und war dankbar, dass sie hier in Schleswig-Holstein Zuflucht bei Familie und Freunden fand. Dieser Gedanke, dass Familie wichtig und immer füreinander da ist, versuche ich nicht nur an meine Kinder weiterzugeben. Ich möchte mit meinem Team 365 Tage im Jahr alles dafür tun, dass sich unsere Gäste im Hotel Breitenburg sofort zu Hause fühlen – wie ein Mitglied unserer Familie.

Auszeit vom Alltag im Spa

Wellness für Körper Geist und Seele

Ob wohltuende Kosmetikbehandlung, revitalisierendes Reinigungsritual im Hamam oder ausgedehnter Saunagang mit anschließender Erfrischung im Infinity Pool: Der großzügige SPA im Hotel Breitenburg ist ein Ort zum Genießen – mit allen Sinnen.

Aufatmen in der Dampfsauna! Abschalten vom Alltag! Für einige Stunden der Großstadthektik entfliehen und eintauchen in die Wohlfühloase des SPA hier im Hotel Breitenburg. Ich freue mich auf 80 Minuten Hamam, dieser reinigenden, revitalisierenden Badekultur aus dem Morgenland – mit warmem Wasserdampf, sanftem Schaum, klärendem Peeling, anregender Massage und pflegenden Ölen.

Bereits nach zehn Minuten in der Dampfsauna spüre ich, wie sich meine Muskeln und Nerven entspannen. Die Poren meiner Haut haben sich geöffnet und bereiten meinen Körper vor auf die folgenden Anwendungen. Die Therapeutin führt mich nun in den körperwarmen, angenehm hell gefliesten Hamam-Raum und hüllt mich traditionell ein in ein nasses rot-weiß-kariertes Baumwolltuch, den Pestemal.

So setze ich mich auf die warme Steinbank. Die rituelle Waschung beginnt: Mit einer Kupferschale übergießt mich die Therapeutin zunächst von Kopf bis Fuß mit warmem Wasser, bevor sie mit einem Peelinghandschuh abgestorbene Partikel sanft von Gesicht, Dekolleté und Armen reibt. Dabei wird meine Haut, so erfahre ich, nicht nur reiner und schöner – auch mein Bindegewebe wird gut durchblutet und der Stoffwechsel ordentlich angekurbelt.

Ich lege mich nun auf das Steinpodest, den Nabelstein. Und genieße an Bauch, Rücken und Beinen das gleiche Procedere wie auf der Steinbank. Wie wohl ich mich in meiner Haut fühle, die schon nach dem Peeling wieder frei atmen kann.
Die Therapeutin, eine dunkelhaarige Frau mit erfrischendem Lächeln, unterstützt seit April 2022 das 13-köpfige Team im Hotel-SPA. Sie liebt ihre vielseitige Aufgabe: Diese reicht von der Hamam- und Ayurvedabehandlung über die traditionelle Teil-, Ganzkörper- und Fußreflexzonenmassage bis hin zur Faszien- und Triggerpunktbehandlung. Besonders beliebt: Die Golfermassage – zur Regeneration der Muskulatur und Stabilisierung von Hüfte, Schulter und Wirbelsäule nach dem Spiel auf dem anliegenden Golfplatz.

Zurück zu mir und dem Nabelstein: Waschung und Seifenschaummassage beginnen. Dazu lässt die Therapeutin große federleichte Schaumflocken auf meinen Körper fallen, den sie nun rund 20 Minuten lang wäscht und massiert. Besondere Aufmerksamkeit schenkt sie dabei meinen völlig verklebten Faszien in den Unterschenkeln, die sie durch sanftes Drücken, Ziehen, Dehnen und Massieren lockert und löst.

Es folgen Kopfwäsche und -massage. Zur Ankurbelung des Kreislaufs werden Kopf und Körper abwechselnd mit kaltem und warmem Wasser übergossen. Kann Entspannung schöner sein? Nein! Ich bin komplett im Hier und Jetzt angekommen. Und atme immer wieder tief durch.

Die Therapeutin spürt meine Entspannung und freut sich für mich. Wie schafft sie es, dass Menschen sich so wohl unter ihren Händen fühlen? Sie sei während jeder Behandlung mit allen Sinnen bei den Gästen. Will heißen: „Ich fühle mich in den Körper hinein und versuche, mich mit ihm zu verbinden.“

Eingehüllt in meinen Bademantel folge ich ihr in einen der 12 Behandlungsräume des 2.000 Quadratmeter großen SPA-Bereichs, um abschließend die tiefenwirksame und feuchtigkeitsspendende Aloe-Vera-Ölmassage zu genießen.

Jetzt heißt es 30 bis 60 Minuten nachruhen. Und viel Wasser trinken, gibt sie mir mit auf den Weg. Der führt mich direkt zur Vitalbar in den Ruheraum. Ich nehme mir von dort etwas Obst mit und mache es mir auf einer der Liegen am Infinity Pool gemütlich. Wie entspannt ich mich fühle. Mein Blick schweift über den Pool durch die bodentiefen Panoramascheiben über den Breitenburger Kanal ins Grüne. Das Ehepaar in den beiden Hängesesseln am Fenster tut es mir gleich. Eine Gruppe zieht an mir vorbei Richtung Saunawelt mit Dampfbad, Infrarotkabine, Bio- und Finnischer Sauna. Auf dem Weg zu Ruhe und Regeneration nach dem Golfspiel.

Bevor es für mich nun wieder zurück in den Alltag geht, genieße ich in der Teebar abschließend ein gesundes Glas Biotee und blicke ein letztes Mal ins Grüne – mit vitalem Körper, wachem Geist und wohliger Seele.

Hotel Breitenburg
Gut Osterholz 1 · 25524 Breitenburg
www.hotel-breitenburg.de

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